Wenn draußen sommerliche Hitze herrscht, wollen viele Menschen meist nur eins: ein großes Glas mit einem eisgekühlten Drink. Aber welche Getränke eignen sich am besten?
Wenn es warm wird, gerät der menschliche Körper unter Stress. Um die Körpertemperatur konstant zu halten, gibt er dann vermehrt Wärme über die Haut ab: Die Blutgefäße weiten sich, und wir schwitzen. Dabei geht viel Flüssigkeit verloren, die unbedingt ersetzt werden muss. Während normalerweise rund eineinhalb Liter Flüssigkeit als Mindestmenge gelten, kann der Bedarf an heißen Sommertagen auf zwei bis drei Liter ansteigen.
Bereits an kühlen Tagen verliert der Körper etwa eineinhalb Liter Wasser über Atmung, Schweiß und Urin. Klettern die Temperaturen nach oben, können durch starkes Schwitzen zusätzlich rund zwei Liter verloren gehen. Bleibt dieser Verlust unausgeglichen, hat das Folgen: Das Blut wird zähflüssiger, wodurch das Herz mehr Arbeit leisten muss, um den Körper ausreichend zu versorgen. Gleichzeitig werden auch die Nieren stärker belastet.
Trinken bei Hitze: Bitte viel, aber nicht irgendwas
Doch nicht nur die Trinkmenge entscheidet darüber, wie gut der Körper mit Hitze zurechtkommt. Ebenso wichtig ist die Wahl der Getränke. Vor allem pure Fruchtsäfte und -nektare sind keine ideale Lösung gegen den Durst. Ihr hoher Zuckergehalt kann das Durstgefühl sogar verstärken. Mehr als ein Glas täglich ist also keine gute Idee. Hinzu kommt, dass beim Abbau größerer Mengen Fruchtzucker Fruktose-1-Phosphat entsteht.
Dieser Stoff fördert die Bildung von Harnsäure und kann Entzündungsprozesse begünstigen. Dadurch steigt das Risiko für Nierensteine und eine chronische Niereninsuffizienz. Hinweise darauf liefert auch eine Untersuchung der Universität Yonsei und der Katholischen Kwandong Universität in Korea, bei der regelmäßiger Konsum von Softdrinks mit einem erhöhten Risiko für chronische Nierenerkrankungen in Verbindung gebracht wurde.
Wenig Zucker, wenig Eis
Ebenfalls ungesund sind süße Limonaden und Softdrinks. Auch, wenn eine kalte Cola bei 33 Grad Celsius wirklich verlockend klingen kann. Und natürlich sind gelegentliche Ausnahmen völlig in Ordnung. Wenn es darum geht, seinen Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen, sind solche Zuckerbomben aber nicht geeignet. Sie sollten besser gehandhabt werden wie Schokolade: Hin und wieder für den Genuss okay, aber nichts für den Alltag.
Deutlich besser geeignet sind Leitungswasser oder Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie Saftschorlen. Auch wasserreiches Obst und Gemüse wie Melonen, Apfelsinen oder Gurken können dazu beitragen, den Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen.
Die Getränke sollten am besten lauwarm oder nur leicht gekühlt sein. Eiskalte Drinks erfrischen im ersten Moment zwar gut, regen den Körper jedoch dazu an, die Wärmeproduktion und damit auch das Schwitzen weiter zu steigern.
Source link : https://www.stern.de/genuss/trinken/auch-bei-hitze–diese-zwei-getraenke-sollten-sie-lieber-nicht-trinken-37637016.html
Author : Wiebke Tomescheit-Bösenberg
Publish date : 2026-08-11 12:48:00
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.