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    « Finanzieller Kraftakt »: Länder: Milliardeninvestitionen für Küstenschutz notwendig

    IntelliNewsBy IntelliNewsfévrier 16, 2025Aucun commentaire3 Mins Read
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    63 Jahre nach der großen Sturmflut von 1962 ist das Thema Küstenschutz aktueller denn je. Allein für die Deiche sind laut Schleswig-Holsteins Umweltminister bis 2040 Milliardenbeträge nötig.

    Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt hat eine bundes- und EU-weite Solidargemeinschaft für den Küstenschutz gefordert. « Wir schützen an unseren Küsten das ganze Land », betonte der Grünen-Politiker. Auch 63 Jahre nach der großen Sturmflut von 1962 in Hamburg und an der Nordsee sei das Thema aktueller denn je: So sei 2024 das Jahr der Extremwettereignisse in Europa gewesen.

    Ebenso habe die Sturmflut im Oktober 2023 an der Ostseeküste die Grenzen des dortigen Küstenschutzes aufgezeigt. « Die Herausforderungen sind riesig und es ist die Aufgabe der kommenden Bundesregierung im Schulterschluss mit den Küstenländern, den Küstenschutz zukunftsfest aufzustellen », sagte Goldschmidt. Dafür brauche es einen « finanziellen Kraftakt »: Allein in Schleswig-Holstein müsse bis 2040 ein Milliardenbetrag in die Deiche investiert werden. 

    Der Umweltminister sprach sich dafür aus, dass etwa zukünftig Bundesmittel auch für die Instandhaltung, Reparatur und übergeordnete Planungen für Küstenschutzanlagen eingesetzt werden. « Der Schutz der Menschen muss an erster Stelle stehen », erklärte er. 

    Forderungen an Bund auch aus Niedersachsen

    Unterstützung bekommt Goldschmidt von seinem niedersächsischen Amtskollegen. « Die Klimakrise und der damit verbundene Meeresspiegelanstieg setzen unsere Deiche massiv unter Druck. Daher sind Milliardeninvestitionen in den Schutz unserer Küste, der vorgelagerten Inseln und der Deiche erforderlich », sagte Umweltminister Christian Meyer (Grüne) auf dpa-Anfrage. 

    Niedersachsen müsse mehr als 600 Kilometer Deichlänge um mindestens einen Meter, wenn nicht gar um zwei bis drei Meter in den nächsten Jahrzehnten erhöhen. « Sollte das Grönlandeis komplett abschmelzen, rechnen Experten sogar mit einem Meeresspiegelanstieg um sieben Meter », sagte Meyer. 

    Der Minister bekräftigte, die Küstenländer dürften vom Bund beim Küstenschutz nicht alleingelassen werden. Die Bewältigung der Klimafolgen sei eine gemeinsame Verantwortung von Bund und Ländern. « Daher muss die nächste Bundesregierung die Mittel für den Küstenschutz massiv aufstocken. » Wer am Küstenschutz spare, gefährde Menschenleben, sagte der Minister. 

    Küstenschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern. Die Investitionskosten verteilen sich zu 70 Prozent auf den Bund und zu 30 Prozent auf das jeweilige Land. Niedersachsen investierte zusammen mit den Bundesmitteln im vergangenen Jahr eine Rekordsumme von rund 80 Millionen Euro etwa in höhere Deiche, die Ertüchtigung von Schöpfwerken und die Renaturierung von Salzwiesen. Deichverbände und andere Experten fordern bereits seit Längerem höhere Investitionen in den Küstenschutz. 

    Schrittweise Anpassung der Maßnahmen

    Nach Ansicht des Umweltministers von Mecklenburg-Vorpommern muss sich die Realisierung von Küstenschutzmaßnahmen schon heute umfassenden Anforderungen, wie etwa Umweltuntersuchungen und die Planung von Ausgleichsmaßnahmen, stellen, um die erforderlichen Genehmigungen zu bekommen. « Diese Anforderungen werden zukünftig gegebenenfalls noch steigen », sagte Till Backhaus (SPD). 

    Der Klimawandel werde zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen. Daher hätten sich die norddeutschen Küstenländer auf ein gemeinsames Vorsorgemaß von einem Meter für einen Zeitraum von 100 Jahren geeinigt. Die Anpassung der Küstenschutzmaßnahmen könne dafür schrittweise erfolgen. Auch Backhaus rechnet in der Zukunft mit deutlich erhöhten Kosten.



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    Publish date : 2025-02-16 06:00:00

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