Zur Walpurgisnacht werden wieder vielerorts in Sachsen Feuer entzündet. Die Gefahr von Waldbränden ist aktuell nicht unerheblich. Was das für die Traditionsfeuer bedeutet.
Angesichts der Waldbrandgefahr rufen Sachsens Feuerwehren zur Vorsicht bei den sogenannten Hexenfeuern in der Walpurgisnacht auf. Die meisten Traditionsfeuer seien aber so gelegen, dass sie stattfinden könnten, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Gunnar Ullmann, der Deutschen Presse-Agentur in Leipzig. Einschränkungen könne es allerdings bei privat veranstalteten Feuern geben.
In der Oberlausitz sind bereits mehrere Feuer vorab unerlaubt angezündet worden. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurden in den Landkreisen Bautzen und Görlitz etwa 30 Feuer in Brand gesetzt. Die Polizei ermittele wegen Sachbeschädigung. Feuerwehren waren im Einsatz. Wer dahintersteckt, ist noch unklar. Wenn Feuer unkontrolliert abbrennen, sei das durchaus gefährlich, sagte die Sprecherin. Flammen könnten auf Gebäude oder Wälder übergreifen.Â
Wie hoch ist Waldbrandgefahr?
Die meisten angemeldeten Feuer sollen am Nachmittag und Abend erst brennen. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbands rief dazu auf, vorab zu prüfen, ob Feuer entzündet werden dürfen oder nicht.Â
Am Donnerstag galt laut einer Übersicht des Sachsenforsts für den Norden und Osten des Freistaats eine mittlere Waldbrandgefahr – für eine Region sogar eine hohe. Dann sind zum Beispiel Feuer oder Grillen im Wald und am Waldrand verboten. Laut Deutschem Wetterdienst ist vorerst kein Regen zu erwarten.
Was beachtet werden sollte
« Wenn Feuer erlaubt sind, sollte Abstand zu Bäumen und Häusern gehalten werden », sagte Ullmann. Außerdem sollte Eimer oder ein Gartenschlauch bereitgehalten werden, falls es doch zu einem ungewollten Brand kommt. Zudem sollte geschaut werden, wohin der Funkenflug zieht.
In mehreren Gemeinden werden am Donnerstag sogenannte Hexenfeuer abgebrannt. In Kunnerwitz bei Görlitz zum Beispiel schrieb der dortige Sportverein als Veranstalter bei Instagram, die freiwillige Feuerwehr sei für die Sicherheit zuständig.Â
Als besonders gefährdet gelten die waldreichen Regionen im Norden und Osten Sachsens. Die Gebiete werden mit Kameras überwacht, um Rauch frühzeitig zu erkennen und Einsatzkräfte im Notfall schnell alarmieren zu können.
Wie fiel die Bilanz für 2025 aus?
Seit 1. März informieren Sachsenforst und der Deutsche Wetterdienst täglich über die Waldbrandgefahr vor Ort. Im vergangenen Jahr standen laut dem Staatsbetrieb insgesamt mehr als 2.000 Hektar Wald in Flammen – nach 10 Hektar im Jahr 2024. Grund für den Anstieg war ein verheerender Brand im Sommer 2025 in der Gohrischheide im Landkreis Meißen.
Laut Innenministerium sind Menschen für einen Großteil der Waldbrände verantwortlich, vor allem durch Unachtsamkeit.
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Publish date : 2026-04-30 13:20:00
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