Ein Entsafter kann dabei helfen, sich gesund zu ernähren, ohne großen Aufwand. Der stern hat fünf unterschiedliche Modelle befüllt und hinsichtlich der Handhabung überprüft.
Es kann so schnell gehen, genügend Vitamine zu sich zu nehmen: Statt massenweise Obst und Gemüse zu essen, werden Karotten und Co. in den Entsafter gegeben und es kommt ein Glas voller guter Inhaltsstoffe heraus. Doch welches Modell lohnt sich wirklich? Und welches macht am Ende mehr Arbeit als es nützt? Das soll der Entsafter-Test des stern beantworten. Getestet wurden fünf unterschiedliche Modelle namhafter Hersteller. Die Ergebnisse im Detail.
Entsafter-Test: Die ausgewählten Modelle
WMF Kult X zum ShopBraun J700 Multiquickzum ShopNutribullet NBJ100G zum ShopPhilips 3000 Series zum ShopWilfa JU1S-400zum Shop
Andere lohnenswerte Modelle
Folgende Modelle wurden nicht selbst von der Redaktion getestet, sind aber in der Recherche aufgefallen:
Severin ES 3566zum ShopBosch VitaJuice 4 MES4010zum ShopKesser zum ShopNutrilovers zum ShopGastroback 40151 zum Shop
Testergebnis: Welcher ist der beste Entsafter im Test?
Warum zum Schluss? Bei uns kommt das Beste vorab. Als Sieger im Entsafter-Test entpuppt sich das Modell von WMF: Es ist sehr einfach handzuhaben und kann bei Bedarf auch als Slow Juicer genutzt werden. Zudem lässt es sich am einfachsten reinigen. Das stärkste Plus: die Leistung. Es hat keinerlei Probleme mit den Schalen von Orangen und Zitronen und auch Äpfel und Möhren können ohne jegliche Vorarbeit hineingegeben werden. Und das, obwohl die Wattzahl gar nicht so hoch ist.
Mit dem Label des Preis-Leistungs-Tipps darf sich das Modell von Wilfa schmücken. Es hatte zwar Probleme beim Verarbeiten ganzer Früchte und Möhren, arbeitet aber sonst solide und lässt sich gut reinigen. Am Ende erfüllt es seinen Zweck – und ist erschwinglicher als die meisten anderen Entsafter.
Doch auch die meisten anderen Testgeräte tun das, was sie sollen, und liefern am Ende Obst- und Gemüsesaft, auch aus ganzen Früchten und Möhren. Manche taten das mit weniger, manche mit mehr Mühe. Perfekt war keines der Geräte im Entsafter-Test, allerdings fiel bei der Testerin auch kein Modell durch.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests weiter unten.
Vergleichstabelle Entsafter
* Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Entsafter-Test ausgewählt:
Entsafter aus unterschiedlichen Preissegmentennur klassische Zentrifugalentsafter (hier geht’s zum Slow-Juicer-Test)Markenprodukte beziehungsweise Produkte bekannterer Hersteller im getesteten Bereichgute VerfügbarkeitGeräte oder Marken haben in anderen Tests oder Bewertungen bereits gut abgeschnitten
So haben wir getestet
Nicht selten ist der erste Eindruck entscheidend. Im stern-Entsafter-Test ist er ein Teilaspekt. Wir haben beim Öffnen der Verpackung den Lieferumfang und die Verpackungsart überprüft: Wie nachhaltig ist sie? Gibt es Schäden? Welches Zubehör befindet sich im Lieferumfang? Gibt es Extras wie Rezeptideen?Â
Weitere Fragen, mit denen sich der Test auseinandersetzt: Muss der Entsafter noch zusammengesetzt werden? Ist die Bedienung selbsterklärend? Wie viele Stufen gibt es? Kommt das Gerät auch mit ganzen Möhren klar? Wie einfach gestaltet sich die Reinigung – und ist sie auch mit der Spülmaschine gut möglich? Getestet wurden Möhren, Orangen, Äpfel und Zitronen. In jeden Entsafter wurde in etwa die gleiche Menge an Zutaten gegeben, um herauszufinden, ob ein Gerät im Vergleich mehr oder weniger Saft herausgibt. Dieser wurde aber nicht auf den Milliliter genau abgemessen.Â
Zudem haben wir die Geräte alle auf zweiter Stufe ausprobiert. Der Grund: Der WMF-Entsafter hat seine erste Stufe als « Slow-Juicer-Stufe » angepriesen (auch wenn das Gerät die Bedingungen für einen Slow Juicer eher nicht erfüllt). Daher haben wir ihn nur auf zweiter Stufe genutzt. Für die Vergleichbarkeit und um zu sehen, ob eines der Geräte auch auf hoher Stufe Probleme mit einer der Obst- oder Gemüsesorten hat, wurde nur die Einstellung mit höchster Leistung berücksichtigt. Außerdem zeigt sie, wie hoch die Lautstärke des Gerätes im maximum ist.
Um eine nachvollziehbare Bewertung zu finden, haben wir folgende Aspekte untersucht: Leistung (starke Gewichtung), Funktion (starke Gewichtung), Verarbeitung, Nachhaltigkeit, Pflege und Zubehör. Diese Kategorien wurden untersucht und mit Noten bewertet. Aus dem Gesamtergebnis haben wir die Sterne abgeleitet. Nachfolgend die Einzelergebnisse.
1. Der Kraftvolle: WMF – unser Testsieger
Optik: Der Entsafter von WMF ist, wie alle anderen Modelle im Test auch, in Pappe und Plastik verpackt. Er kommt inklusive Reinigungsbürste und Anleitungen. Es ist also alles dabei, was benötigt wird. Er wirkt hochwertig und ist etwas schwerer als manch anderes Gerät im Entsafter-Test. Die Teile sind abnehmbar.
Handhabung: Hier gibt es kaum etwas falsch zu machen: Der Entsafter von WMF wird bereits zusammengesetzt geliefert. Es genügt, ihn von Papier und Folie zu befreien, um starten zu können. Danach muss nur noch der Hebel eingerastet werden. Für den Test haben wir die zweite Stufe gewählt, um uns von den Slow Juicern zu unterscheiden, denn die erste Stufe wird als « Slow-Juicer-Stufe » angepriesen. Die zweite Stufe ist sehr kraftvoll, aber auch etwas laut.Â
Sowohl die Möhren als auch Äpfel, Orangen und Zitronen können laut Hersteller ohne Vorarbeit, Schälen oder großes Zerkleinern hineingegeben werden. Das haben wir getan. Und hatten etwas Bedenken, da die Leistung zumindest laut Zahlen etwas geringer ist als bei den meisten anderen Testgeräten. Doch siehe da: Das Gerät hatte keinerlei Probleme damit. Es ist viel Saft herausgekommen, der sich auch nirgendwo sammelt, sondern direkt aus der Öffnung fließt. Nichts tropft. Die Reste des Gemüses und Obstes ist besonders trocken und lässt sich einfach aus dem Gerät schütten. Der Saft hat durch den Filter auch kaum eine Krone und ist pur und ansehnlich.
Reinigung: Da die Teile spülmaschinengeeignet sind, lässt sich das Gerät sehr einfach sauber halten. Es ist in der Regel aber gar nicht notwendig, sie intensiv in der Maschine zu reinigen. Durch Abspülen werden sie bereits sauber. Es gibt keine nervigen Stellen, die sich schwierig reinigen lassen. Das Sieb lässt sich am besten mithilfe der mitgelieferten Bürste säubern, um alle Obst- und Gemüsereste entfernen zu können. Hier gibt es nichts zu meckern. Ein Plus: Es tropft auch nichts nach nach dem Entsaften.
Fazit: Mit dem Entsafter von WMF bekommen Sie ein hochwertiges und zuverlässiges Gerät, das auch mit ganzen Früchten kaum Probleme hat. Die Reinigung gestaltet sich einfach, ebenso die Handhabung. Etwas irritierend ist allerdings die Angabe des Herstellers, dass das Gerät als Slow Juicer nutzbar ist, denn dafür fehlt dem Gerät die Ausstattung. Es handelt sich um einen reinen Zentrifugenentsafter.
âž• Vorteile:
hochwertige, ansprechende Optikeinfache Handhabung und Reinigunggute Leistung
âž– Nachteile:
etwas hoher Preisetwas laut
2. Der Leise: Braun
Optik: Das Gerät von Braun ähnelt dem WMF-Entsafter etwas, kommt ebenfalls mit dem nötigen Zubehör und wirkt sehr gut verarbeitet. Ein großer Unterschied: Es gibt keinen Riegel zum Hochschieben, sondern zwei kleine Klappen. Hier musste zuerst ein wenig ausprobiert werden, um zu verstehen, wie sich das Gerät entriegeln lässt. Das erschien uns etwas umständlich. Das Gerät ist ebenfalls in Papier und Plastik verpackt. Die Öffnung für Obst und Gemüse ist angenehm groß und es gibt sonst keine Auffälligkeiten.
Handhabung: Die Handhabung des Braun-Entsafters ist sehr intuitiv, wie bei den meisten Geräten. Bei der Nutzung gab es keinerlei Probleme, auch das Entsaften von ganzen Möhren oder Obst mit Schale stellte kein Problem dar. Es kam ähnlich viel Saft heraus wie beim WMF-Modell. Positiv: Das Gerät arbeitet besonders leise. Und das, obwohl die Leistung hoch ist.
Reinigung: Die Reinigung gestaltet sich ebenfalls sehr einfach. Allerdings lief beim Reinigen im Nachhinein noch etwas Saft aus dem Gerät, was etwas unschön beim Säubern ist, denn die Flecken mussten zusätzlich beseitigt werden. Der Tropfstopp von WMF war in dieser Hinsicht etwas angenehmer. Die Teile lassen sich aber bei Bedarf in die Spülmaschine geben – ein Plus. Im Regelfall genügt es aber, sie mit warmem Wasser und eventuell etwas Spüli zu säubern, um alle Reste zu entfernen.
Fazit: Der Entsafter von Braun ist ein solides Gerät, das einfach in der Handhabung ist und besonders leise arbeitet. Es lässt sich etwas schwerer entriegeln als das WMF-Modell und hat gefühlt eine etwas geringere Leistung, obwohl die Zahlen etwas anderes besagen.
âž• Vorteile:
verständliche Handhabungvergleichsweise leisegute Verarbeitung
âž– Nachteile:
tropft nachetwas hoher Preis
3. Der Kompakte: Nutribullet
Optik: Das nächste Modell im Entsafter-Test kommt von Nutribullet und sticht mit seiner kompakten Form heraus: Es ist handlicher und leichter als manch andere Modelle im Entsafter-Test. Es wirkt modern und sehr schick. Es ist ebenfalls in Plastik und Papier verpackt. Zudem kommt es mit einer passenden Bürste. Hier gibt es keine Besonderheiten.
Handhabung: Die Handhabung gestaltet sich wie bei den anderen Modellen auch: Es gibt zwei Stufen und das Obst und Gemüse hat genügend Platz, um auch grob geschnitten in das Gerät gegeben zu werden. Praktisch ist der Becher: Er kommt mit Deckel und kann auch prima unterwegs mitgenommen werden. Der Saft kommt sehr klar und ohne Krone oder Stückchen aus dem Gerät.Â
Reinigung: Das Säubern ist dagegen etwas umständlicher als bei den anderen Geräten, da sich die Reste im Rand sammeln und etwas mühselig herausgenommen werden müssen. Hier genügt es nicht, das Ganze einfach über dem Biomüll auszuklopfen, weil die leicht feuchten Reste natürlich hängen bleiben. Ist das erledigt, können aber alle Teile bei Bedarf auch spülmaschinengereinigt werden.
Fazit: Wer etwas weniger Platz in der Küche hat und gern auf der Arbeit oder unterwegs mit frischem Saft versorgt ist, kann problemlos auf das Gerät von Nutribullet zurückgreifen. Ein großes Plus: Der Saft ist besonders klar und muss nicht durch ein Sieb gegeben werden. Abstriche gibt es bei der Reinigung, die sich umständlicher gestaltet als bei den anderen Modellen im Entsafter-Test des stern.
âž• Vorteile:
kompaktes Formatleistungsstarkklarer Saftfaires Preis-Leistungs-Verhältnis
âž– Nachteile:
kompliziertere Reinigungetwas lauttropft nach
4. Der Cleane: Philips
Optik: Das Modell von Philips ähnelt dem Entsafter von Nutribullet: Es ist ebenfalls sehr kompakt und bietet einen Becher mit Deckel, der allerdings weniger für unterwegs geeignet ist, da er nicht vollumfänglich geschlossen ist. Der Entsafter kommt, wie alle anderen Modelle, gehüllt in Plastik und Pappe und inklusive notwendigem Zubehör wie einer Bürste für das Sieb.Â
Handhabung: Die Handhabung ist so einfach wie bei den anderen Geräten im Entsafter-Test: Sie haben alle zwei Stufen, die für unterschiedliches Obst und Gemüse geeignet sind. Beim Entsaften von Orangen, Möhren, Zitronen und Äpfeln kommt viel Saft heraus. Und: Das Gerät ist ebenso laut wie die anderen Modelle. Hier gibt es aber wenig zu beanstanden. Es arbeitet einfach und solide.Â
Reinigung: Bei der Reinigung haben wir allerdings etwas zu kämpfen: Es stellte sich als gar nicht so einfach heraus, die Teile abzunehmen, und bedurfte etwas Fummelarbeit. Dafür, dass das Gerät als besonders einfach in der Reinigung angepriesen wird, sind wir etwas überrascht. Nachdem das Auseinanderbauen geschafft war, gestaltete sich das Reinigen aber tatsächlich sehr einfach. Zudem kann auch hier die Spülmaschine zurate gezogen werden.Â
Fazit: Der Entsafter von Philips ist kompakt, liefert guten Saft und lässt sich, sofern man die Teile auseinanderbekommt, auch sehr einfach reinigen. Hier gibt es kaum etwas zu beanstanden. bezüglich Lautstärke und Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es aber Verbesserungsbedarf: Das Gerät ist das teuerste im Entsafter-Test.Â
âž• Vorteile:
kompaktes Formatleistungsstarkleichte Reinigung
âž– Nachteile:
etwas hochpreisigetwas lautetwas umständlich auseinanderzunehmen
5. Der Solide: Wilfa – unser Preis-Leistungs-Tipp
Optik: Der Entsafter von Wilfa ähnelt dem Modell von WMF in der Optik stark. Er ist allerdings etwas weniger gut verarbeitet, kostet dafür aber auch deutlich weniger. Er kommt inklusive Zubehör und Anleitungen. Wie die anderen Geräte ist er nicht sonderlich nachhaltig verpackt und kommt sowohl gehüllt in Plastik als auch Pappe.Â
Handhabung: Was das Bedienen betrifft, gibt es ebenfalls wenig Besonderes: Die Stufen sind ersichtlich und in die große Öffnung passen auch große Stücke Obst und Gemüse. Allerdings hatte das Gerät im Entsafter-Test die größten Probleme mit ungeschältem Obst und Gemüse und hatte zu kämpfen, es zu Saft zu verarbeiten. Es kam weniger Saft heraus, er sammelte sich ein wenig im Inneren und das Modell wackelte etwas. Hier gilt also: lieber schälen und kleinschneiden. Es hat auch die geringste Leistung im Entsafter-Test.
Reinigung: Die Reinigung ist so unkompliziert wie bei den meisten anderen Testgeräten: Das Auswaschen der Teile unter warmem Wasser genügt in der Regel. Bei stärkeren Verschmutzungen lassen sich die Teile in der Maschine gründlich säubern. Reste sammelten sich im Inneren an schwer erreichbaren Stellen nicht.
Fazit: Der Entsafter von Wilfa kostet deutlich weniger als die anderen Modelle im Test, kann aber auch nicht vollumfänglich mit der Leistung überzeugen. Aber: Wenn Obst und Gemüse kleingeschnitten werden, macht es seinen Job prima und tut, was es soll. Es lässt sich einfach reinigen und bereitet auch sonst keine Probleme.Â
âž• Vorteile:
geringer Preiseinfache Handhabungeinfache Reinigung
âž– Nachteile:
Saft sammelt sich im Innerengeringe Leistung: etwas wackelig bei hartem Obst und Gemüse
Entsafter: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Welche Arten von Entsaftern gibt es?
Es gibt vier Hauptarten von Entsaftern, die sich in ihrer Funktionsweise, Saftqualität und Handhabung unterscheiden: Zentrifugalentsafter, Slow Juicer (Kaltpressen), Dampfentsafter und Zitruspressen. Die Auswahl hängt davon ab, welche Obst- und Gemüsesorten Sie verarbeiten möchten und worauf Sie den größten Wert legen.
ZentrifugalentsafterFunktion: Der klassische Entsafter raspelt Obst und Gemüse bei sehr hoher Drehzahl (bis zu 15.000 U/min) und schleudert den Saft durch ein Sieb.Vorteile: Diese Modelle sind sehr schnell in der Zubereitung, günstig in der Anschaffung und für ganze Früchte (wie zum Beispiel große Apfelstücke) geeignet.Nachteile: Durch die schnelle Rotation entsteht Wärme und Oxidation, was Vitamine und Enzyme zerstören kann. Meist haben sie einen eher lauten Betrieb.Slow Juicer/Kaltpress-EntsafterFunktion: Ein Slow Juicer presst die Zutaten mit langsamen Umdrehungen (ca. 40 bis 100 U/min) über rotierende Pressschnecken aus.Vorteile: Diese Handhabung garantiert eine höhere Nährstoff- und Enzymschonung, exzellente Saftausbeute (auch bei grünem Gemüse/Blättern) und der Saft oxidiert kaum.Nachteile: Die Zubereitung dauert etwas länger und die Geräte sind oft teurer.DampfentsafterFunktion: Der Dampfentsafter wird auf den Herd gestellt. Heißer Wasserdampf bricht bei der Nutzung die Fruchtzellen auf, wodurch der Saft abfließt und direkt in Flaschen abgefüllt werden kann.Vorteile: Solche Geräte sind ideal für die Verarbeitung von großen Erntemengen (zum Beispiel Beeren oder Fallobst). Der Saft ist durch die Hitze haltbar gemacht.Nachteile: Durch die Hitzeeinwirkung gehen wichtige Vitamine verloren; die Geräte sind starr an einen Herd gebunden.Zitruspressen (elektrisch oder manuell)Funktion: Zitruspressen sind speziell für Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen oder Grapefruits. Die halbierten Früchte werden auf einen rotierenden Presskegel gedrückt.Vorteile: Sie sind sehr preiswert, bieten eine extrem schnelle Handhabung und leichte Reinigung.Nachteile: Diese Geräte können ausschließlich für Zitrusfrüchte verwendet werden.
Wann lohnt sich also ein klassischer Entsafter?
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie sich einen klassischen Entsafter oder einen Slow Juicer zulegen sollten, kann folgende grobe Einteilung dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen:
Entsafter: Wenn Sie häufig hartes Obst oder Gemüse, wie zum Beispiel Äpfel oder Karotten entsaften, eignet sich ein Zentrifugalentsafter besonders gut, da er schnell arbeitet. Slow Juicer: Bei Ihnen kommen eher viele grüne Blätter, Kräuter, Gräser oder Sellerie in den gesunden Saft? Hier ist ein Slow Juicer (Kaltpress-Entsafter) Pflicht, da Zentrifugen diese kaum auspressen können.
Was muss ich bei der Nutzung eines Entsafters beachten?
Für beste Ergebnisse und eine lange Lebensdauer des Geräts sollten Sie Zutaten vorab in kleine Stücke schneiden, um den Motor zu schonen. Zudem kann es ratsam sein, Obst und Gemüse vorher zu schälen. Vor allem bei Zitronen und Orangen kann der Saft sonst bitterer schmecken als gewünscht. Achten Sie auf die Geräteart: Zentrifugenentsafter sind schnell, erzeugen aber mehr Wärme und Schaum, während Slow Juicer (Schneckenpressen) leiser arbeiten und Nährstoffe besser erhalten.
Um den Entsafter optimal und sicher zu bedienen, helfen die folgenden Details:
Zutaten-Vorbereitung: Entfernen Sie harte Kerne (zum Beispiel von Pfirsichen oder Pflaumen), um das Sieb nicht zu beschädigen. Stielansätze und dicke Schalen (wie bei Orangen oder Ananas) sollten ebenfalls entfernt werden, da sie bitter schmecken können.Die passenden Zutaten: Stiftung Warentest empfiehlt: « Experimentieren Sie mit Mischungen: Obst lässt sich gut mit Gemüse kombinieren, Äpfel etwa mit Sellerie. Variieren Sie die Mengen, um den Saft süßer oder pikanter zu machen. Ein paar Tropfen Öl verbessern den Geschmack und die Aufnahme fettÂlöslicher Vitamine. » Beeren und faserige oder stärkehaltige Sorten wie Bananen, Papayas oder Mangos seien besser im Mixer aufgehoben als im Entsafter.Feste vs. weiche Sorten: Wechseln Sie beim Einfüllen zwischen harten Zutaten (Karotten, Äpfel, etc.) und weichen Zutaten (Gurken, Sellerie, etc.). Das sorgt für einen besseren Pressvorgang und eine optimale Saftausbeute.Reinigung:Reinigen Sie das Gerät sofort nach der Nutzung, bevor die feinen Reste antrocknen. Die Siebe setzen sich sonst schnell zu und sind später nur noch schwer zu säubern.Gerätetyp (Dampfentsafter): Nutzen Sie einen Dampfentsafter, müssen Sie den Wasserstand im unteren Topf stets im Auge behalten und die Früchte nicht unnötig zerkleinern.
Worauf sollte ich bei einem Kauf achten?
Zubehör und Vielfalt: Wenn Sie häufig grüne Säfte machen möchten, prüfen Sie, ob der Entsafter feine und grobe Siebe oder spezielle Aufsätze für Kräuter und Gräser bietet.Reinigung: Entsafter haben viele Einzelteile. Achten Sie auf spülmaschinenfeste Komponenten, eine einfache Demontage und eine im Lieferumfang enthaltene Reinigungsbürste, um den Arbeitsaufwand nach dem Saftpressen zu minimieren.Einfüllöffnung: Große Einfülltrichter ersparen Ihnen das Vorschneiden von Äpfeln oder Karotten.Lautstärke: Vor allem bei Zentrifugalentsaugern kann das Betriebsgeräusch sehr laut sein. Bevorzugen Sie leise Modelle, wenn Sie morgens in Ruhe Saft zubereiten möchten, ist ein Slow Juicer die bessere Wahl.Bewertungen: Es ist immer hilfreich, sich die Bewertungen von Käuferinnen und Käufern durchzulesen, um einen guten Eindruck vom Entsafter zu bekommen: Lässt er sich einfach handhaben? Wie einfach läuft die Reinigung ab? Wie laut ist er? Solche Fragen lassen sich anhand von Erfahrungen anderer häufig schon vor dem Kauf beantworten.
Hat die Stiftung Warentest Entsafter getestet?
Ja, die Stiftung Warentest hat Entsafter getestet. Der letzte große, zusammenfassende Vergleich stammt allerdings aus dem Jahr 2013, bei dem 15 Geräte (Zentrifugalentsafter und Saftpressen/Slow Juicer) geprüft wurden.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Test damals waren folgende:
Große Unterschiede: Es gibt erhebliche Differenzen bei der Saftausbeute.Zentrifugen vs. Pressen: Zentrifugalentsafter arbeiten schneller, erzeugen aber mehr Schaum. Saftpressen (Slow Juicer) sind langsamer, dafür aber ergiebiger und der Saft oxidiert weniger.Preis: Von allzu günstigen Modellen wurde abgeraten.
Quelle: Stiftung Warentest
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Source link : https://www.stern.de/kaufkosmos/entsafter-test–unterschiedliche-modelle-im-vergleich-37563528.html
Author : Mareike Fangmann
Publish date : 2026-07-15 07:16:00
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