Jens Spahn ist immer noch da. Donald Trump ist immer noch da. Beides ist irgendwie erstaunlich. Die Lage am Morgen.
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
ich muss gestehen: Als ich gestern die stern-Eilmeldung aufs Handy bekam, dass Jens Spahn seinen Posten im Haushaltsausschuss hingeworfen hätte, hatte ich zuerst nur einen Gedanken. Jens Spahn hat noch einen relevanten Posten innegehabt? Er hatte doch schon eindrücklich demonstriert, dass er nicht glaubt, dass für ihn dieselben Regeln gelten sollten wie für andere Menschen. Gut, jetzt hat er es eben abermals demonstriert. Haben wir’s jetzt verstanden? Ja, oder?
Und dann hat Philipp Amthor auch noch Ärger wegen eines Strandkorbs. Irgendwie verheddern sich gerade unnötig viele Politiker in völlig vermeidbaren Skandälchen, die massiv an der Berufsehre kratzen. Da muss man noch einmal mit besonderer Anerkennung an Ex-Kanzlerin Angela Merkel zurückdenken. Egal, wie man politisch zu ihr stand – man hatte nie den Eindruck, dass sie den Job machte, um für sich selbst da etwas herauszuholen.
So, das war mein Wort zum Dienstag. Ich empfehle Ihnen in der Causa Spahn aber auch das meines Kollegen Veit Medick.
5-Minuten-Talk: Spahn vs. CDU
Der Rückzug von Jens Spahn aus dem Haushaltsausschuss beschäftigt die CDU – und auch die stern-Politikchefs Veit Medick und Jan Rosenkranz. Wirft der frühere Fraktionschef bald ganz das Handtuch, was die Politik angeht?
Donald Trump und seine Freunde: Easy come, easy go
Wer braucht schon Feinde, wenn er die richtigen Freunde hat …? Das gilt lustigerweise sowohl für Donald Trump, der zumindest zeitweilig große Stücke auf seinen Parteikollegen Anthony Scaramucci hielt, als auch umgekehrt – Scaramucci wurde 2017 nach nur elf Tagen als Trumps Kommunikationschef gefeuert.
Jetzt können die einstigen Kumpels sich so gar nicht mehr riechen. Und Scaramucci packt aus über den US‑Präsidenten. Mein Kollege Marc Etzold hat mit ihm gesprochen und einige äußerst interessante Fakten über Donald Trump erfahren:
Todesstrafe in den USA: Grüße aus dem Mittelalter
Das wird hier heute alles nicht heiterer, ich muss mich entschuldigen.
Aber diesen Fall mag ich nicht unkommentiert lassen: In den USA soll morgen eine Frau hingerichtet werden. Christa Pike hat einen schrecklichen Mord begangen und es bestehen keine Zweifel an ihrer Schuld – das sind immerhin zwei Punkte, die leider nicht in allen Fällen, in denen in Amerika Menschen zum Tode verurteilt wurden, zutreffen. In mindestens 34 Fällen saßen seit 1976 Menschen in der „Death Row“ und warteten auf ihre Hinrichtung, bevor sie kurz auf knapp durch moderne DNA-Tests ihre Unschuld belegen konnten und freikamen. Stellen Sie sich das mal vor, fälschlicherweise zum Tode verurteilt im Gefängnis zu sitzen – fürchterlich.
Dieser spezielle Fall erregt Aufmerksamkeit, weil Pike eine Frau ist. Aber offen gestanden sollte in der westlichen Welt, die so auf Kultur, Vernunft und Fortschritt pocht, die Todesstrafe für absolut jeden Menschen außer Frage stehen. Noch besteht eine minimale Chance, dass die Vollstreckung im Fall Christa Pike aufgeschoben oder ausgesetzt wird – ansonsten stirbt in Tennessee morgen nach mehr als 200 Jahren erstmals wieder eine Frau durch die Hand des Justizsystems.
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Unsere stern+-Empfehlung des Tages
Okay, jetzt aber wirklich was Schönes! Wie wär’s mit Liebe? Die kann viel mehr, als wir denken – und dazu brauchen wir nicht mal einen Partner. Lieben kann man schließlich auch Freunde, Angehörige, sich selbst, seinen Kanarienvogel. Mein GEO-Kollege Christian Heinrich hat sich mal die aktuelle wissenschaftliche Studienlage dazu angeschaut, was das Gefühl von Liebe alles mit unserem Körper und unserer Psyche macht. Spannend, sage ich Ihnen!
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Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!
Wiebke Tomescheit-Bösenberg
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Author : Wiebke Tomescheit-Bösenberg
Publish date : 2026-09-29 04:02:00
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