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    Demos gegen Lebensmittelpreise: Schwere Unruhen in Frankreich – Proteste auch in Belgien, Portugal und Italien

    IntelliNewsBy IntelliNewsoctobre 17, 2026Aucun commentaire3 Mins Read
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    In Frankreich ist es am Samstag zu schweren Ausschreitungen bei Demos gegen hohe Lebensmittelpreise gekommen. Auch in anderen Ländern gingen Menschen auf die Straßen.

    In Frankreich ist es am Samstag bei Protesten gegen die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu einer der schwersten Unruhen seit Jahren gekommen. Hunderttausende Menschen gingen landesweit auf die Straßen, um gegen sinkende Kaufkraft und den Abbau öffentlicher Dienstleistungen zu demonstrieren. 

    In der Hauptstadt Paris setzten Demonstranten Autos in Brand und zerschlugen Schaufenster, während die Polizei Tränengas gegen teils vermummte Randalierer einsetzte. Das Innenministerium meldete landesweit mindestens 272 Festnahmen, nachdem es unter anderem auch in Marseille, Toulouse, Angers und Lyon zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen war. Präsident Emmanuel Macron erklärte am Abend, Gewalt habe im Land keinen Platz. Innenminister Laurent Nunez kündigte an, die Behörden würden alles tun, um die Gewalttäter ausfindig zu machen.

    Zehntausende protestieren in Lissabon

    Auch in anderen europäischen Ländern kam es am Samstag zu Protesten. In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon gingen Zehntausende unter anderem wegen der sich verschärfenden Wohnungskrise auf die Straßen. In Italien setzte die Polizei in Mailand Tränengas und in Bologna Wasserwerfer gegen Demonstranten ein. In der belgischen Hauptstadt Brüssel protestierten vor allem junge Menschen gegen steigende Bildungskosten. In Albanien forderten Studenten den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama, wobei die Polizei Berichten zufolge Gummigeschosse einsetzte.

    Bei den Ausschreitungen in Frankreich wurde in Lyon das Tourismusbüro angezündet, in Marseille das Rathaus beschädigt. Premierminister Sébastien Lecornu machte extreme Linke und Kriminelle für die Eskalation verantwortlich. Die Regierung werde sich wenige Monate vor der im kommenden Jahr anstehenden Präsidentschaftswahl nicht einschüchtern lassen, schrieb er auf der Plattform X. Niemand werde seine politische Agenda durch Gewalt durchsetzen.

    Protestwelle begann an Frankreichs Schulen

    Nach Angaben der Gewerkschaft CGT beteiligten sich landesweit 800.000 Menschen an den Protesten. Viele Teilnehmer betonten, friedlich marschiert zu sein, und gaben Unruhestiftern die Schuld an der Eskalation. „Wir kämpfen, weil die Lebenshaltungskosten zu hoch sind“, sagte die 19-jährige Demonstrantin Lola in Paris. Sie kritisierte zudem das harte Vorgehen der Polizei gegen protestierende Schüler.

    Die Protestwelle hatte im September an Schulen in den ärmeren Vororten von Paris begonnen und sich zu einer breiten Bewegung gegen soziale Ungleichheit ausgeweitet. Blockaden mit Warnwesten erinnerten an die „Gelbwesten“-Proteste aus Macrons früherer Amtszeit. Das Vorgehen der Polizei steht zunehmend in der Kritik, nachdem ein Jugendlicher durch eine Blendgranate der Polizei eine Hand verlor. Lecornu zufolge wurden bei früheren Protesten allerdings auch mehr als 900 Polizisten verletzt.



    Source link : https://www.stern.de/panorama/proteste-in-frankreich—demos-auch-in-anderen-laendern-38412908.html

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    Publish date : 2026-10-17 18:41:00

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