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    Proteste im Iran: Video zeigt dutzende Leichen vor Leichenhalle – Trump erwägt Militärschläge

    IntelliNewsBy IntelliNewsjanvier 12, 2026Aucun commentaire4 Mins Read
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    Seit zwei Wochen protestieren die Menschen im Iran. Fast 500 Menschen wurden dabei laut Menschenrechtlern bislang getötet, die tatsächliche Opferzahl dürfte noch höher liegen.

    Bei den Demonstrationen gegen die iranische Führung sind nach Angaben von Aktivisten in den vergangenen 15 Tagen mindestens 490 Demonstranten getötet worden. Das berichtete der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA. Die Organisation berichtete außerdem, dass bei den Massenprotesten mindestens 2.600 Menschen festgenommen worden seien. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. 

    Ein von der Nachrichtenagentur AFP verifiziertes Video zeigt dutzende Leichen vor einer Leichenhalle südlich von Teheran. Die Aufnahmen, die am Samstag erstmals online veröffentlicht wurden, wurden in Kahrisak aufgenommen. Es sind in schwarze Säcke gehüllte Leichen zu sehen, die auf dem Boden liegen. Außerdem sind Menschen zu sehen, die offenbar nach ihren vermissten Angehörigen suchen.

    Nach Angaben der in Norwegen ansässigen Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) sind auf den Aufnahmen « eine große Anzahl von Menschen, die bei den landesweiten Protesten im Iran getötet wurden ». Die ebenfalls in Norwegen ansässige Menschenrechtsgruppe Hengaw erklärte, die Echtheit des Videos selbst überprüft zu haben. Die dutzenden « blutüberströmten Leichen innerhalb und außerhalb der Leichenhalle von Kahrisak » seien Beleg für ein « schweres Verbrechen von beträchtlichem Ausmaß ».

    Iran: Tatsächliche Opferzahl ungewiss

    Wieviele Menschen im Iran wirklich bei den Protesten getötet wurden, ist ungewiss. Die iranischen Behörden haben den Zugang zum Internet für die Bevölkerung fast vollständig gesperrt. Menschen berichten auf X auch, dass Telefonleitungen nicht mehr funktionierten. Die Kommunikation mit der Außenwelt ist nur über das Starlink-Satellitensystem möglich, sofern die dafür notwendigen Terminals illegal ins Land gebracht wurden.

    Trotz wachsender Todeszahlen, exzessiver Drohungen des Sicherheitsapparats und einer nahezu vollständigen Internetsperre halten die Massenproteste seit knapp zwei Wochen an. Laut Aktivisten haben sich die Demonstrationen auf 185 Städte ausgeweitet.

    Greifen die USA den Iran an?

    Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf warf der Protestbewegung vor, eine Grundlage für eine Militärintervention der USA schaffen zu wollen. Die « Feinde » müssten jedoch wissen, dass die Verteidiger des Landes sie vernichten würden, sagte Ghalibaf laut Übersetzung des iranischen Propagandakanals Press TV.

    Er bezeichnete die Demonstrationen als einen von den USA inszenierten « terroristischen Krieg » gegen den Iran. Ghalibaf drohte, dass jede Attacke der USA zu Vergeltungsschlägen gegen regionale US-Militärstützpunkte und auf Israel führen werde.

    Tatsächlich erwägt US-Präsident Donald Trump US-Medienberichten zufolge mögliche Militärschläge im Iran, aber auch andere Optionen. Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf zwei US-Beamte, dass Trump in den vergangenen Tagen über verschiedene Möglichkeiten des Intervenierens informiert worden sei. Neben einer Reihe möglicher militärischer Optionen wurde demnach auch über Maßnahmen diskutiert, die kein direktes militärisches Eingreifen beinhalten.

    Was Trump Iran ausrichten könnte

    Nach CNN-Informationen konzentrierten sich einige der Trump vorgelegten Ansätze darauf, die Sicherheitskräfte Teherans ins Visier zu nehmen, die zur Unterdrückung der Proteste eingesetzt würden. Dem Sender zufolge gibt es innerhalb der Regierung Trumps auch Bedenken, dass Militärschläge sich womöglich negativ auswirken und die Proteste untergraben könnten. So bestehe die Sorge, militärische Angriffe könnten unbeabsichtigt auch zu mehr Unterstützung des iranischen Volkes für die autoritäre Staatsführung führen oder zu militärischen Vergeltungsmaßnahmen durch den Iran.

    Auch das Nachrichtenportal Axios berichtet unter Berufung auf US-Beamte, dass Trump zur Unterstützung der Proteste im Iran diverse Optionen – inklusive militärischer – erwäge. Bei den meisten der ihm vorgelegten Ansätze würde es sich aktuell aber nicht um militärische Kampfhandlungen handeln. Andere Möglichkeiten fokussieren sich demnach auf eine Abschreckung der iranischen Staatsführung, etwa durch die Ankündigung, dass eine Flugzeugträgerkampfgruppe in die Region entsandt werde. Erwägt werden nach Informationen des Nachrichtenportals auch Cyberangriffe. 

    Trump hatte den Demonstranten im Iran erst am Vortag erneut seine Unterstützung in Aussicht gestellt – ohne auszuführen, wie diese aussehen könnte.



    Source link : https://www.stern.de/politik/ausland/iran–video-zeigt-leichen-vor-leichenhalle—trump-erwaegt-einmischung-37031326.html

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    Publish date : 2026-01-11 22:29:00

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