Close Menu
    Facebook X (Twitter) Instagram
    IntelliNews
    Facebook X (Twitter) Instagram
    IntelliNews
    Home»GERMANY»Stern»Genf: Steine fliegen, Scheiben bersten: Protest gegen G7 eskaliert
    Stern

    Genf: Steine fliegen, Scheiben bersten: Protest gegen G7 eskaliert

    IntelliNewsBy IntelliNewsjuin 14, 2026Aucun commentaire3 Mins Read
    Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
    Share
    Facebook Twitter LinkedIn Pinterest Email

    Feuer, Tränengas und zersplitterte Scheiben: In Genf herrschte heute Ausnahmezustand – einen Tag vor dem G7-Gipfel im benachbarten Évian eskalierten die Proteste.

    Es begann friedlich – der Protest gegen den bevorstehenden G7-Gipfel in Frankreich. Doch er eskalierte am Sonntag zunehmend. Am Spätnachmittag und Abend warfen Vermummte zahlreiche Scheiben ein, die Polizei setzte mehrfach Tränengas ein.

    Ein Block aus einigen Hundert schwarz gekleideten Menschen störte die friedliche Atmosphäre der Demonstranten: Sie rissen Pflastersteine aus dem Boden und Sperrholzverkleidungen von Schaufenstern. Sie setzten außerdem ein Auto und Müllcontainer in Brand und warf zahlreiche Scheiben ein – von Geschäften, Bushaltestellen, Reklametafeln und den Eingängen von UN-Organisationen.

    Polizei mit Großaufgebot

    Die Polizei sprach von mindestens 20.000 Teilnehmenden, die Organisatoren von Zehntausenden. Die Polizei war mit rund 7.000 Sicherheitskräften im Einsatz. Sie hielt sich lange im Hintergrund. Abseits der genehmigten Marschroute riegelte sie aber mit großem Aufgebot etwa die wichtigste Brücke über die Rhone zu den Haupteinkaufsstraßen und an anderer Stelle den Hauptsitz der Vereinten Nationen ab.

    Die Polizei berichtete auf Facebook, dass sie mehrere Gegenstände konfiszierte, die offenbar für Konfrontationen mit der Polizei vorgesehen gewesen seien.

    Große Bandbreite an Protestthemen

    Die „No G7“ -Koalition aus 60 Organisationen protestierte laut einem Manifest gegen US-Militärbasen in Europa, für höhere Mindestlöhne, kostenlose Verhütungsmittel, grenzenlose Freizügigkeit für Arbeitende aus aller Welt und die Streichung der Angabe des Geschlechts aus allen Ausweisdokumenten. 

    Die G7 bezeichneten sie als „illegitime und überholte Institution, ein privater Club, der nicht mehr der heutigen Welt entspricht“. Dort fällten „Großmächte Entscheidungen zugunsten der privilegiertesten Minderheit der Welt und zum Nachteil von mehr als 90 Prozent der Bevölkerung.“

    Genf als Ausweichort

    Das Treffen der G7-Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und den USA beginnt an diesem Montag in Évian auf der französischen Uferseite des Genfersees. Genf liegt rund 50 Kilometer entfernt, aber Frankreich wollte nach Angaben der Genfer Stadtregierung keine Proteste dulden. Deshalb meldeten die Organisatoren die Demonstration in Genf an.

    Großteil der Demonstranten war friedlich

    Der größte Teil der Demonstranten blieb friedlich. Viele der Demo-Teilnehmer tanzten bei strahlendem Sonnenwetter und guter Laune.

    Genf hatte sich für Ausschreitungen gewappnet. In Erinnerung an 2003, damals gab es Ausschreitungen bei einer Demo gegen die G8, damals noch mit Russland – mit verheerende Schäden und Geschäftsplünderungen. Hunderte Geschäftsleute und Hoteliers hatten ihre Schaufenster und Eingänge deshalb mit Sperrholzplatten verriegelt.

    Die Ereignisse von 2003 seien ein Trauma für die Genfer Polizei, sagte die Polizeichefin des Kantons, Monica Bonfanti. Damals waren nur wenige Dutzend Beamte im Einsatz, die von der Gewalt völlig überrumpelt wurden. Dieses Mal hatte sie Verstärkung aus dem ganzen Land aufgeboten. Mehrere Tausend Polizistinnen und Polizisten kontrollieren seit zwei Tagen überall in der Stadt Autos und Personalien von Passanten.

    G7-Delegationen reisen über Genf an

    Die Aufgabe der Schweizer Sicherheitskräfte war nicht nur die Bewältigung der Demonstration. Sie müssen auch die Sicherheit der anreisenden Staats- und Regierungschefs garantieren. In Genf liegt der nächstgelegene Flughafen zu Évian, die meisten Delegationen sollen dort am Montag eintreffen.

    Genf ist wie eine Enklave auf französischem Gebiet. Die Schweizer haben die rund 30 Grenzübergänge bis auf sieben geschlossen und führten schon am Freitag Personenkontrollen in der Stadt durch.



    Source link : https://www.stern.de/politik/ausland/genf–demo-gegen-g7-mit-brennende-autos–eingeschlagene-scheiben–37542632.html

    Author :

    Publish date : 2026-06-14 18:42:00

    Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.

    Stern
    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
    IntelliNews

    Related Posts

    Unfall: Auto überschlägt sich – 24-Jähriger leicht verletzt

    août 1, 2026

    Fifa-Präsident: Skandal-Chronik: Diese Vorwürfe gab es bereits gegen Infantino

    août 1, 2026

    Iran-Newsblog: Fliegt das US-Militär noch an diesem Wochenende massive Angriffe?

    août 1, 2026

    J’ai lu l’autobiographie de Vincent Lagaf’ et c’était plus long qu’un marathon

    août 1, 2026

    Haemers Technologies, génie ingénieux qui répare la terre

    août 1, 2026

    Depuis la guerre en Ukraine, des espions européens toujours plus efficaces

    août 1, 2026

    Russian Missiles Kill 9 in Kyiv After Trump Backs Off Air-Defense Pledge

    août 1, 2026

    The last day of an American factory

    août 1, 2026
    juin 2026
    L M M J V S D
    1234567
    891011121314
    15161718192021
    22232425262728
    2930  
    « Mai   Juil »
    Catégories
    Archives
    Facebook X (Twitter) Instagram Pinterest
    © 2026

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.